Schreie hinter verschlossenen Türen. Eine Frau verliert das Bewusstsein, nachdem ihr Partner sie gewürgt und mit dem Tod bedroht hat. Was wie ein Einzelfall klingt, ist trauriger Alltag: 2024 wurden in der Schweiz 11'849 Personen Opfer häuslicher Gewalt; so viele wie noch nie, wie Zahlen des Bundesamt für Statistik zeigen.
Häusliche Gewalt beginnt meist lange vor dem Polizeieinsatz. Sie wächst schleichend: mit Beschimpfungen, Kontrolle, Drohungen und eskaliert oft über Jahre. 70 Prozent der Opfer sind Frauen, die meisten Täter Männer. Fachleute wie Markus Theunert sprechen vom «feministischen Paradox»: Mehr Gleichstellung kann bei manchen Männern Ängste und Kontrollverlust auslösen. Gleichzeitig führt mehr Sensibilisierung dazu, dass Betroffene früher Hilfe suchen und Gewalt eher anzeigen.
Wie aber kann Betroffenen konkret geholfen werden? Welche Rolle spielt die rechtsmedizinische Dokumentation? Und warum ist frühes Handeln so entscheidend?
Andrea Goebel, forensische Pflegefachfrau, und Carmen Vonmont, Notfallexpertin, geben Einblick in ihre Arbeit mit Gewaltbetroffenen. Sie zeigen, wie Spuren gesichert, Verletzungen dokumentiert und Gespräche geführt werden: respektvoll, vertraulich und ohne Druck zur Anzeige. Erfahren Sie, warum diese Arbeit für die Betroffenen, für
...
afficher plus
Schreie hinter verschlossenen Türen. Eine Frau verliert das Bewusstsein, nachdem ihr Partner sie gewürgt und mit dem Tod bedroht hat. Was wie ein Einzelfall klingt, ist trauriger Alltag: 2024 wurden in der Schweiz 11'849 Personen Opfer häuslicher Gewalt; so viele wie noch nie, wie Zahlen des Bundesamt für Statistik zeigen.
Häusliche Gewalt beginnt meist lange vor dem Polizeieinsatz. Sie wächst schleichend: mit Beschimpfungen, Kontrolle, Drohungen und eskaliert oft über Jahre. 70 Prozent der Opfer sind Frauen, die meisten Täter Männer. Fachleute wie Markus Theunert sprechen vom «feministischen Paradox»: Mehr Gleichstellung kann bei manchen Männern Ängste und Kontrollverlust auslösen. Gleichzeitig führt mehr Sensibilisierung dazu, dass Betroffene früher Hilfe suchen und Gewalt eher anzeigen.
Wie aber kann Betroffenen konkret geholfen werden? Welche Rolle spielt die rechtsmedizinische Dokumentation? Und warum ist frühes Handeln so entscheidend?
Andrea Goebel, forensische Pflegefachfrau, und Carmen Vonmont, Notfallexpertin, geben Einblick in ihre Arbeit mit Gewaltbetroffenen. Sie zeigen, wie Spuren gesichert, Verletzungen dokumentiert und Gespräche geführt werden: respektvoll, vertraulich und ohne Druck zur Anzeige. Erfahren Sie, warum diese Arbeit für die Betroffenen, für Ermittlungen und für die Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist – und was wir alle zur Prävention beitragen können.
Musik: Violeta Ramos, Harfe
anschliessend Apéro und Austausch
Kontakt Opferberatung Zug
«In der Nacht der Gewalt, flackert eine kleine Kerze im Herz, ein zaghafter Funken Hoffnung, der dem Sturm trotzt. Doch die Hände des Schattens löschen das Licht Stück für Stück, bis nur noch Dunkelheit bleibt und das Schweigen der verlorenen Seele»
Eine kleine Darstellung durch die Berufswelt einer Forensik Nurse mit Andrea Goebel, Forensic Nurse am UZH
Das Profil »Forensik Nurse» beschreibt die Integration forensischer und pflegerische Wissenschaften in die Betreuung von Menschen, die von körperlicher, psychischer und sozialer Gewalt oder Traumata betroffen sind. Darüber hinaus setzt sich die Forensik Nurse nachdrücklich für Mindeststandards bei der Beurteilung, der Probennahme für die forensische Analyse und der Meldung von Straftaten ein.
Opferberatung Kanton Zürich
(Forensic nursing is he practice of nursing globally when health and legal systems Intersect; ANA@IAFN, 2009, p.3)
afficher moins