Gemeinsam alt werden – zwischen Trennungsraten, Polyamorie und der Sehnsucht nach dem nächsten "Match" wirkt das wie ein überkommenes Lebensmodell, das man eher aus Pflicht erfüllt: wegen der Kinder, der gemeinsamen Wohnung oder schlicht aus Gewohnheit.
Doch was, wenn genau dort, im vermeintlich Unzeitgemässen, eine übersehene Form von Freiheit steckt?
Svenja Flaßpöhler schaut auf ihre eigene Ehe und dorthin, wo moderne Beziehungen am empfindlichsten sind: in die Zone des Konflikts zwischen Mann und Frau, zwischen Gewohnheit und Lust, zwischen Realität und dem Reiz des Möglichen.
Gerade hier, in der Möglichkeit zu gehen, entdeckt Flaßpöhler die Voraussetzung eines freien Bleibens. Nicht aus Konvention oder Zwang, sondern als bewusste Wahl, den Konflikt zu wagen – auch mit sich selbst.
Eine lebendige, konkrete Philosophie, die aus der persönlichen Erfahrung heraus entwickelt, was es bedeutet, aus Freiheit ein Leben zu teilen und ein flammendes Plädoyer für die feste Zweierbeziehung.