Als Aagje und Toon ihren Sohn in der psychiatrischen Klinik besuchen, sind sie mit dem Unfassbaren konfrontiert. Rick sitzt am Tisch und notiert, wie er sich seine Beerdigung wünscht: Ein lichtes Fest soll es werden, die Gäste weiss gekleidet und fröhlich, weil sein Leben so dunkel war. Seit über zwanzig Jahren leidet er unter unerträglichen psychischen Qualen; er hat eine Vielzahl von Diagnosen und Therapien erhalten – ohne Erfolg. Des Kämpfens müde, hat Rick einen assistierten Selbstmord beantragt und wartet auf den Bescheid, während die Eltern damit ringen, sich für immer von ihrem Sohn verabschieden zu müssen – hin- und hergerissen zwischen der Angst vor dem Unabänderlichen und der Hoffnung auf einen Ausweg. Die niederländische Regisseurin Laura Hermanides wurde von einem realen Fall zu ihrem beeindruckenden Spielfilm inspiriert. Entstanden ist ein einfühlsamer, herzzerreissender Film, der heikle Fragen zur Sprache bringt und von grossartigen Darsteller:innen getragen wird, allen voran Renée Soutendijk als Mutter Aagje. Die an der Universität St.Gallen beheimatete Forschungsgruppe Assisted Lab schreibt: "Durch die eindringliche Darstellung von Ricks Leiden vermittelt der Film Verständnis für Sterbehilfe bei psychischen Erkrankungen, ohne dabei die moralischen Dilemmata für Ärzte und Gesellschaft ausser Acht zu lassen."