Referat mit anschliessender Diskussion inkl. Apéro und Nachtessen (CHF 60.- p. P.)
«Der 40jährige Job Lutzius aus Sumvitg war wohlbeleibt, bewegte
sich wenig und trank sehr gern. Er litt unter ’Congestion gegen
den Kopf ‘, wie ein um 1850 praktizierender Doktor und Chronist
damals notierte. Aus heutiger Sicht wahrscheinlich Bluthoch-
druck. Wenn Lutzius morgens nüchtern war, bekam er Zittern
und Schauer – ein klarer Fall von Alkoholentzugssymptomen.»
Diese und ähnliche Anekdoten finden sich in Martin To-
maschetts viel beachtetem Buch «Von der Säftelehre zur
modernen Medizin 1850–2020», das 2022 erschien und die
«Medizinische Betreuung einer Bündner Bergregion im
Wandel der Zeit» beschreibt.
Martin Tomaschett, der seit über drei Jahrzehnten selbst
als Landarzt in Trun waltet, schreibt in einer einfachen,
zugänglichen Sprache und meidet den üblichen medizini-
schen Fachjargon. Und so gestalten sich auch Tomaschetts
beliebte Vorträge, die weitgehend auf dem Buch basieren.
Es sind keine Referate, bei denen einer spricht und alle an-
deren zuhören, sondern vielmehr belebte Dialoge mit dem
Publikum, das sich schnell einmal mit Fragen und Bemer-
kungen einbringt. Die Vorträge sind meist zweisprachig,
also auch in der romanischen Muttersprache des Autors.
Oder vielmehr
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Referat mit anschliessender Diskussion inkl. Apéro und Nachtessen (CHF 60.- p. P.)
«Der 40jährige Job Lutzius aus Sumvitg war wohlbeleibt, bewegte
sich wenig und trank sehr gern. Er litt unter ’Congestion gegen
den Kopf ‘, wie ein um 1850 praktizierender Doktor und Chronist
damals notierte. Aus heutiger Sicht wahrscheinlich Bluthoch-
druck. Wenn Lutzius morgens nüchtern war, bekam er Zittern
und Schauer – ein klarer Fall von Alkoholentzugssymptomen.»
Diese und ähnliche Anekdoten finden sich in Martin To-
maschetts viel beachtetem Buch «Von der Säftelehre zur
modernen Medizin 1850–2020», das 2022 erschien und die
«Medizinische Betreuung einer Bündner Bergregion im
Wandel der Zeit» beschreibt.
Martin Tomaschett, der seit über drei Jahrzehnten selbst
als Landarzt in Trun waltet, schreibt in einer einfachen,
zugänglichen Sprache und meidet den üblichen medizini-
schen Fachjargon. Und so gestalten sich auch Tomaschetts
beliebte Vorträge, die weitgehend auf dem Buch basieren.
Es sind keine Referate, bei denen einer spricht und alle an-
deren zuhören, sondern vielmehr belebte Dialoge mit dem
Publikum, das sich schnell einmal mit Fragen und Bemer-
kungen einbringt. Die Vorträge sind meist zweisprachig,
also auch in der romanischen Muttersprache des Autors.
Oder vielmehr Vatersprache – Martins Vater Pius Toma-
schett war ebenfalls jahrelang Landarzt in der Surselva.
Und er war auch eine der wichtigen Quellen für das auf-
schlussreiche und unterhaltsame Buch.
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