Immer wieder aufs Neue soll Kaspar Hausers Name „beschimpft, zertreten werden“, wie es bereits Georg Friedrich Daumer, der Lehrer des „Kindes von Europa“, erkannte. Und so gab es auch im Sommer 2024 einen weiteren Versuch, die Identität Kaspar Hausers mittels der Genwissenschaften zu schwächen. Warum aber, so kann man sich fragen, sind diese Machenschaften bis heute gegeben? Hat es mit Kaspar Hausers dynastischer Herkunft zu tun? Oder weit mehr noch mit seinem eigentlichen Wesen, von dem Rudolf Steiner sagt, es sei eine „unbegreifliche, geradezu eingeborene Wahrhaftigkeit ursprünglich in ihm“.
Am Tag des Pfingstfestes, das dem „Geist der Wahrheit“ gedenkt, war Kaspar Hauser mit einem lügenhaften Sendschreiben in die Welt ausgesetzt worden! An ihm offenbart sich in aller Deutlichkeit, bis weit in die Zukunft hinein, das Ringen um die wahre Identität des Menschen.
Vortrag von Eckart Böhmer, Begründer der Kaspar Hauser Festspiele in Ansbach und deren Intendant seit 1998.