Das Auswandererdrama „Fremde Erde“ ist die einzige Oper und das Hauptwerk von Karol Rathaus, das Libretto dazu stammt von Kamilla Pálffy-Waniek. Die Oper wurde am 10. Dezember 1930 an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin uraufgeführt. Es folgten Aufführungen in Mannheim und Dortmund, bevor das Werk in Vergessenheit geriet.
Eine erste Wiederentdeckung der Oper gab es am 1991 in Bielefeld. Viel Beachtung fand 2021 die Inszenierung von Jakob Peters-Messer am Theater Osnabrück unter der musikalischen Leitung von Andreas Hotz. Die Produktion wurde in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt als „Wiederentdeckung des Jahres“ ausgezeichnet und für den Deutschen Theaterpreis Der Faust 2022 nominiert.
Die Oper „Fremde Erde“ thematisiert das Emigrantenschicksal Anfang des 20. Jahrhunderts. In Karol Rathaus‘ Oper zerbricht das Schicksal des Emigranten Semjin zwischen Ausbeutung, trügerischer Liebe und dem Tod seiner Verlobten Anschutka in der Fremde.