Harry Wolf und Nicola Condoleo
Denken und Fühlen werden häufig als Gegensätze verstanden: Hier die Vernunft, dort das Gefühl. Lange Zeit wurde dieser Gegensatz sogar den Geschlechtern zugeschrieben. Solche Vorstellungen wirken bis heute nach – etwa, wenn Männern unterstellt wird, nicht über Gefühle sprechen zu können, oder Frauen, zu emotional zu sein.
Doch stimmt die Trennung überhaupt? Was geschieht, wenn wir denken, und was, wenn wir fühlen? Können wir denken, ohne zu fühlen, oder fühlen, ohne dass dabei bereits Bewertungen und Gedanken im Spiel sind? Wie sind Denken und Fühlen miteinander verbunden, und wo lassen sie sich unterscheiden?
Nicola Condoleo und Imre Hofmann vom Zürcher Institut für Philosophische Praxis ZIPPRA eröffnen an diesem Abend einen Denkraum, in dem diese Fragen gemeinsam diskutiert und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden.