Der Nachbars Garten ist ein poetisches Tanztheaterstück über Grenzen, Konflikte und die Möglichkeit von Begegnung. Zwischen zwei benachbarten Gärten, getrennt durch eine klare Linie, entfaltet sich eine nonverbale Geschichte aus Regelbrüchen, Annäherungen und Auseinandersetzungen. Was zunächst als deutlich gezogene Grenze erscheint, beginnt sich nach und nach aufzulösen.
In einer symbolischen und bildstarken Sprache – auch für ein junges Publikum geeignet – lädt das Stück dazu ein, über den Wunsch nach Kontrolle und Überlegenheit nachzudenken. Jede Handlung löst eine Reaktion aus, jede Geste hinterlässt Spuren. Schuld lässt sich dabei nicht eindeutig zuweisen: Alle Figuren werden von dem Wunsch nach Rache und Erlösung bewegt. Erst wenn beide Seiten bereit sind, aufeinander zuzugehen, kann ein neues Gleichgewicht entstehen und Raum für eine kreative Begegnung geschaffen werden.
DAS GRAS IST NEBENAN bildet den Abschluss der Trilogie der Grenzen des Teatrodistinto-Ensembles. Nach KISH KUSH und SOLITARIUM setzt sich die Trilogie mit Grenzen in ihren kulturellen, emotionalen und sozialen Dimensionen auseinander.