Was tun Philosophen eigentlich? Und warum ist Philosophie so wichtig für unser Zusammenleben? Gerade jetzt, inmitten von Klimakatastrophen, KI-Revolutionen, politischen Umbrüchen sowie kultureller Orientierungslosigkeit. Bei aller Brisanz der Gegenwart wirkt die universitäre Philosophie wie gefangen in alten Mustern, überkommenen Schulen und auch hilflosem Moralismus.
Weshalb liegen die letzten grossen Aufbrüche der Philosophie mehr als 50 Jahre zurück? Nutzt die Verwissenschaftlichung des Fachs der Aufgabe des Denkens? Ist politischer Aktivismus gegenwärtig die Lösung – oder gerade die Falle?
In seinem neuen Essay plädiert Wolfram Eilenberger, Fellow des St.Gallen Collegiums, für einen radikalen Neustart der Philosophie in dunklen Zeiten. Moderiert von Claudia Brühwiler diskutiert er zur Buchpremiere mit Christine Abbt und Michael Festl mögliche Ausgänge aus selbstverschuldeter Unmündigkeit. Denn: Wenn etwas ein Labyrinth ist, wird es auch einen Ausgang haben.