Mit seinem Debütroman «Agnes» gelang Peter Stamm 1998 ein literarischer Auftakt, der bis heute nachwirkt. Die Geschichte einer Liebe zwischen einem Sachbuchautor und einer Physikerin, die sich zunehmend zwischen Wirklichkeit und Fiktion auflöst, machte den damals noch wenig bekannten Schriftsteller schlagartig einer breiteren Leserschaft bekannt.
Im Programmformat «Der Anfang» richten wir den Blick zurück auf den Beginn eines aussergewöhnlichen Werks. Wie entstand «Agnes»? Welche Themen, Motive und Fragen, die Peter Stamm bis heute beschäftigen, sind bereits in diesem ersten Roman angelegt? Und wie blickt der Autor fast drei Jahrzehnte später auf das Buch zurück, mit dem seine literarische Laufbahn ihren Anfang nahm?
Peter Stamm, geboren 1963 in Weinfelden, zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Romane, Erzählungen und Essays werden weltweit gelesen und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Erzählband «Auf ganz dünnem Eis» (2025), in dem er einmal mehr die Übergänge zwischen Realität und Imagination erkundet. Im Gespräch steht jedoch nicht das Gesamtwerk im Zentrum, sondern jener frühe Moment, in dem alles begann: «Agnes».