Leben und heißt warten, Warten ist Leben
Die Komik des Leids beim irischen Dichter Samuel Beckett (1906 - 1989)
Am Samstag, 12. September 2026, 20:00 Uhr, laden wir Sie herzlich ein zu einer Dialog-Lesung mit Kommentar als Hommage an Samuel Beckett (1906-1989).
Es lesen Heiko Strech (Konzept, Text) und Berit Griebenow. Piano: Daniela Baumann
Zwei Männer in abgetragener Kleidung, mit Melonen-Hüten auf dem Kopf wie Charlie Chaplin oder Laurel und Hardy, stehen an einer Wegkreuzung im Niemandsland. Was tun Wladimir und Estragon? Sie warten – im Theaterstück «Warten auf Godot» des irischen Dichters Samuel Beckett. Dauernd wollen die beiden Männer gehen – und warten weiter. Auf jemanden, der offenbar nie kommt.
Aber seltsam, auch wir Zuschauende können nicht an- ders: Gespannt warten wir mit auf diesen Godot. Wie unzäh- lige Menschen, die eines der erfolgreichsten Theaterstücke seit der Uraufführung 1953 in Paris bis heute gesehen haben. Und die Frage beisst sich fest: Wer ist dieser Godot? Etwa Gott, siehe englisch «God»? Oder der Tod? Lebenslang je- denfalls warten wir auf die grosse Unbekannte: Die Zukunft.
Beckett musste lange auf den Erfolg warten, hatte viel Pro- sa ohne Echo publiziert. Mit «Godot» wurde er einer der Grossen der Weltliteratur (Nobelpreis 1969),
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Leben und heißt warten, Warten ist Leben
Die Komik des Leids beim irischen Dichter Samuel Beckett (1906 - 1989)
Am Samstag, 12. September 2026, 20:00 Uhr, laden wir Sie herzlich ein zu einer Dialog-Lesung mit Kommentar als Hommage an Samuel Beckett (1906-1989).
Es lesen Heiko Strech (Konzept, Text) und Berit Griebenow. Piano: Daniela Baumann
Zwei Männer in abgetragener Kleidung, mit Melonen-Hüten auf dem Kopf wie Charlie Chaplin oder Laurel und Hardy, stehen an einer Wegkreuzung im Niemandsland. Was tun Wladimir und Estragon? Sie warten – im Theaterstück «Warten auf Godot» des irischen Dichters Samuel Beckett. Dauernd wollen die beiden Männer gehen – und warten weiter. Auf jemanden, der offenbar nie kommt.
Aber seltsam, auch wir Zuschauende können nicht an- ders: Gespannt warten wir mit auf diesen Godot. Wie unzäh- lige Menschen, die eines der erfolgreichsten Theaterstücke seit der Uraufführung 1953 in Paris bis heute gesehen haben. Und die Frage beisst sich fest: Wer ist dieser Godot? Etwa Gott, siehe englisch «God»? Oder der Tod? Lebenslang je- denfalls warten wir auf die grosse Unbekannte: Die Zukunft.
Beckett musste lange auf den Erfolg warten, hatte viel Pro- sa ohne Echo publiziert. Mit «Godot» wurde er einer der Grossen der Weltliteratur (Nobelpreis 1969), beeinflusst etwa von Franz Kafka.
Wir beschränken uns hier auf die Theaterstücke aus dem Riesenwerk Becketts, zeigen an «Endspiel», «Glückliche Tage» oder «Das letzte Band», wie ihr Autor die dunklen In- halte für uns überspielt – mit schwarzem Humor, Groteske, Sarkasmus, Tragikomik, absurden Sprachspielen à la Karl Valentin.
Auch Slapstick-Einlagen gibt es in den Theaterstücken wie etwa von Buster Keaton, mit dem Beckett den Film «Film» drehte. So bringen seine Existential-Clowns Spiele von selt- samer Komik und Poesie menschlichen Leids auf die Bühne.
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