Was bedeutet Freiheit in der Wissenschaft?
Wie gerät wissenschaftliche Freiheit unter Druck?
Welche Ansprüche der Politik sind legitim?
Die Freiheit von Forschung und Lehre galt in demokratischen Ländern lange als selbstverständlich. Doch Klimawandel, Pandemie, Kriege und die Erosion demokratischer Strukturen zeigen, wie zerbrechlich sie ist. Politische Erwartungen, öffentliche Kontroversen und das schwindende Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse setzen sie zunehmend unter Druck. Der Vortrag beleuchtet aus historischer Perspektive, was wissenschaftliche Freiheit bedeutet, wie sie begründet wird, welche politischen Ansprüche legitim sind und weshalb sie immer wieder neu verteidigt werden muss.
Michael Hagner war bis 2025 Professor für Wissenschaftsfor-schung an der ETH Zürich. Der Mediziner und Philosoph forscht zur Geschichte der Humanwissenschaften, zum Verhältnis von Wissenschaft und Demokratie und zur Visualisierung der Wissenschaften.
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