Spätestens mit dem unverhohlenen Besitzanspruch von US-Präsident Donald Trump auf Grönland steht die Arktis im Fokus der Weltöffentlichkeit. Das verstärkte geopolitische Interesse hängt dabei eng mit der Klimaerwärmung zusammen: Die schmelzenden Eismassen bilden nicht nur gefährliche Kipppunkte fürs das Weltklima, sondern ermöglichen auch neue Handelsrouten und den Zugriff auf Rohstoffe wie Seltene Erden.
In der zweiten Talkshow der Erfreulichen Universität wird dieser Wettlauf aus zwei unterschiedlichen Perspektiven kritisch diskutiert. Sibel Arslan, die in diesem Jahr die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats präsidiert, kehrt eben von einem Aufenthalt in New York zurück, wo sie auch eine dänische Delegation treffen konnte. Sie ordnet die neuen Machtansprüche auf die Arktis ein, die auch Russland und China erheben. Auch die Rolle der Schweiz für die Rechte der Bewohner:innen Grönlands auf Autonomie und Souveränität wird ein Thema sein. Die Baslerin Arslan gehört seit elf Jahren zu den pointierten aussenpolitischen und feministischen Stimmen der Grünen im Nationalrat.
Ursula Giger wiederum hat eine besondere Perspektive auf Grönland: Sie hat die eisige Inseln zweimal auf Skiern überquert, einmal auf den Spuren des Erstbegehers Fridtjof Nansen. Giger, aufgewachsen
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Spätestens mit dem unverhohlenen Besitzanspruch von US-Präsident Donald Trump auf Grönland steht die Arktis im Fokus der Weltöffentlichkeit. Das verstärkte geopolitische Interesse hängt dabei eng mit der Klimaerwärmung zusammen: Die schmelzenden Eismassen bilden nicht nur gefährliche Kipppunkte fürs das Weltklima, sondern ermöglichen auch neue Handelsrouten und den Zugriff auf Rohstoffe wie Seltene Erden.
In der zweiten Talkshow der Erfreulichen Universität wird dieser Wettlauf aus zwei unterschiedlichen Perspektiven kritisch diskutiert. Sibel Arslan, die in diesem Jahr die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats präsidiert, kehrt eben von einem Aufenthalt in New York zurück, wo sie auch eine dänische Delegation treffen konnte. Sie ordnet die neuen Machtansprüche auf die Arktis ein, die auch Russland und China erheben. Auch die Rolle der Schweiz für die Rechte der Bewohner:innen Grönlands auf Autonomie und Souveränität wird ein Thema sein. Die Baslerin Arslan gehört seit elf Jahren zu den pointierten aussenpolitischen und feministischen Stimmen der Grünen im Nationalrat.
Ursula Giger wiederum hat eine besondere Perspektive auf Grönland: Sie hat die eisige Inseln zweimal auf Skiern überquert, einmal auf den Spuren des Erstbegehers Fridtjof Nansen. Giger, aufgewachsen am Walensee, arbeitet als Trekking-Guide in Grönland und Island und auf Expeditionsschiffen in die Arktis. Gleichzeitig ist sie als Lehrbeauftrage für Isländisch an den Unis in Basel und Zürich sowie als Literaturvermittlerin tätig. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit der Polargeschichte und den damit seit jeher einhergehenden kolonialistischen Sichtweisen. Neben Episoden von ihren abenteuerlichen Reisen bringt Giger also ein einzigartiges Wissen über die Gesellschaft, die Geschichte und die Natur Grönlands mit.
Das Gespräch leitet Kaspar Surber, Redaktor bei der Wochenzeitung WOZ. Zur musikalischen Unterhaltung spielt erstmals das Palastorchester Oetiker mit dem Cellisten Gerhard Oetiker auf. Die Talkshow findet ausnahmsweise an einem Freitag statt – damit aber auch passend zum Nordklang-Festival, das einen Tag später in verschiedenen Lokalen der Stadt musikalische Klänge aus den nordischen Staaten präsentiert.
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