Russland während des Zweiten Weltkriegs: Iwan hat seine Eltern verloren und will nichts anderes, als ihren Tod rächen. Dafür kämpft der 12-Jährige an der Seite von Militär und Partisanen. Tarkowski erzählt in seinem ersten Spielfilm die Schrecken des Krieges aus der Sicht eines Kindes und verwebt die erzählte Gegenwart organisch mit Iwans Träumen und Erinnerungen. Tarkowski besticht schon in seinem ersten Spielfilm mit der Kameraarbeit. Er erzählt mit einfachen Mitteln in starken Schwarz-Weiss-Tableaus. In ihnen setzt er düstere Kriegbilder der fröhlichen Kindheit eines Jungen entgegen, die Sonne dem Regen, die Klarheit dem Nebel. 1962 wirft Tarkowski mit seinem Film, der im Rahmen des offiziellen Programms entstanden ist, einen durchaus kritischen Blick auf den Krieg. Im Zentrum steht ein Waisenjunge, der Heldentaten vollbringt, aber auch verhärtet wirkt, nachdem er seine Familie verloren hat und einem Lager entkommen ist, und der – neben Rache – wenig Perspektiven für sein weiteres Leben sieht. Zu den berührendsten Momenten des Films gehört eine Szene zu Beginn des Films, in der Iwan auf Hauptmann Cholin trifft, zu dem Iwan Vertrauen gefasst hat: Iwan, der bis dahin abgeklärt wie ein Erwachsener aufzutreten versuchte, wird in Cholins Anwesenheit nochmals zum kleinen
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Russland während des Zweiten Weltkriegs: Iwan hat seine Eltern verloren und will nichts anderes, als ihren Tod rächen. Dafür kämpft der 12-Jährige an der Seite von Militär und Partisanen. Tarkowski erzählt in seinem ersten Spielfilm die Schrecken des Krieges aus der Sicht eines Kindes und verwebt die erzählte Gegenwart organisch mit Iwans Träumen und Erinnerungen. Tarkowski besticht schon in seinem ersten Spielfilm mit der Kameraarbeit. Er erzählt mit einfachen Mitteln in starken Schwarz-Weiss-Tableaus. In ihnen setzt er düstere Kriegbilder der fröhlichen Kindheit eines Jungen entgegen, die Sonne dem Regen, die Klarheit dem Nebel. 1962 wirft Tarkowski mit seinem Film, der im Rahmen des offiziellen Programms entstanden ist, einen durchaus kritischen Blick auf den Krieg. Im Zentrum steht ein Waisenjunge, der Heldentaten vollbringt, aber auch verhärtet wirkt, nachdem er seine Familie verloren hat und einem Lager entkommen ist, und der – neben Rache – wenig Perspektiven für sein weiteres Leben sieht. Zu den berührendsten Momenten des Films gehört eine Szene zu Beginn des Films, in der Iwan auf Hauptmann Cholin trifft, zu dem Iwan Vertrauen gefasst hat: Iwan, der bis dahin abgeklärt wie ein Erwachsener aufzutreten versuchte, wird in Cholins Anwesenheit nochmals zum kleinen Jungen.«Iwans Kindheit» wurde in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet und feierte bei der Filmkritik und an den Kinokassen in der Sowjetunion wie auch international grosse Erfolge.
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