Der erfolgreiche Regisseur Raúl müht sich mit einem neuen Drehbuch unter dem Arbeitstitel "Amarga Navidad" (Bittere Weihnacht) ab. Die Geschichte, in dessen Zentrum Elsa steht, spielt 2004. Die einst gefeierte Filmemacherin arbeitet in der Werbung und lebt mit ihrem Partner, einem Feuerwehrmann und Stripper, zusammen. Von grosser Trauer über den Tod ihrer Mutter überwältigt, stürzt sie sich in Arbeit, bis Angstattacken sie zum Innehalten zwingen. Sie nimmt eine Auszeit und reist mit einer Freundin nach Lanzarote. Als Raúl nicht mehr weiterkommt, will er das Leben seiner langjährigen Assistentin Mónica in das Skript integrieren … Wie in "Los abrazos rotos (2009) und "Dolor y gloria (2019) setzt Pedro Almodóvar einen Regisseur in der Schaffenskrise ins Zentrum seines neuen Films und liefert ein raffiniertes, vielschichtiges Spiel über Verlust und künstlerische Aneignung. Ulf Lepelmeier schreibt auf Filmstarts: ""Amarga Navidad" kreist in einem verschachtelten Drehbuch-im-Drehbuch-Konstrukt um den Vampirismus der Autofiktion sowie die Angst vor kreativer Erschöpfung eines alternden Künstlers. In seinem selbstreflexiven Werk interessiert sich Pedro Almodóvar weniger für grosse Konflikte oder überraschende Wendungen als für die fragile Beziehung zwischen Leben und Kunst sowie die ihn umtreibende Sorge, irgendwann nichts mehr erzählen zu können."