Seit dem 14. Jahrhundert schlossen sich in den Städten die Angehörigen verwandter Handwerke zu Zünften zusammen. So konnten sie ihre gemeinsamen Interessen wahren: Ausbildungsvorschriften festlegen, unerwünschte Konkurrenz ausschalten, sich gegenseitig bei unverschuldeter Not unterstützen, Erfahrungen austauschen und politische Macht erreichen.
In Solothurn gab es 11 Zünfte – hier liegt der Ursprung der berühmten «Heiligen Solothurnerzahl»!
Jeder Bürger musste der Zunft seines Handwerks angehören. Die Zunftmitglieder versammelten sich in ihren Zunfthäusern, von denen man einige noch heute gut erkennen kann. Eine Gruppe allerdings passte in keine dieser Ordnungen – dazu später mehr.
Die städtischen Bruderschaften gestalteten Messen und Totengedächtnisse an den von ihnen gestifteten Altären in den Kirchen. Das Bruderschaftswesen blüht in Solothurn noch heute: «Jedes Johr es Galafrässe und e guede Wy...» – so besingen wir diese Anlässe!
Kommt mit auf die Walz zu Zunfthäusern, Handwerkern und Bruderschaften – und erfahrt, wie die Kriegsleute ihren Platz in diesem System fanden!