Auf der Bühne: ein Mensch, vielleicht auch nur noch das Echo eines Menschen, ein «blankes Skelett». In einer Welt aus Glasfaserkabeln und unsichtbaren Netzwerken, in der das eigene Spiegelbild zum digitalen Chor unzähliger Echos wird, stellt sich die radikale Frage nach dem Ich. Wer spricht, wenn die Grenzen zwischen Körper und Projektion verschwimmen, wenn Erinnerung an ein Trauma auf einen Systemabsturz trifft und Liebe zu einem Glitch im Kosmos der Identitäten wird?
Maria Milisavljevićs still loading ist kein Stück, es ist ein Zustand. Ein poetischer Rausch aus Stimmen, die zwischen kosmischer Weite und intimstem Schmerz oszillieren. Die Inszenierung erschafft einen Spiegelraum, in dem eine einzelne Figur ihren zahllosen digitalen Avataren begegnet. Eine Konfrontation, die in unsere vernetzte Gegenwart blickt: Wo endet der Mensch, wenn sein Körper unbegrenzt erweiterungsfähig und ersetzbar scheint und wann setzt die ersehnte Erlösung ein? Ein Abend wie ein Mantra über die Sehnsucht nach Selbstfindung und die Furcht vor der Auflösung im permanenten Ladevorgang unserer Zeit.
Milisavljević gewann 2025 den Mülheimer Dramatikpreis für ihr Stück "Staubfrau" (mit Publikumspreis) und 2026 den Else-Lasker-Schüler-Dramatikpreis für ihr Gesamtwerk.
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Auf der Bühne: ein Mensch, vielleicht auch nur noch das Echo eines Menschen, ein «blankes Skelett». In einer Welt aus Glasfaserkabeln und unsichtbaren Netzwerken, in der das eigene Spiegelbild zum digitalen Chor unzähliger Echos wird, stellt sich die radikale Frage nach dem Ich. Wer spricht, wenn die Grenzen zwischen Körper und Projektion verschwimmen, wenn Erinnerung an ein Trauma auf einen Systemabsturz trifft und Liebe zu einem Glitch im Kosmos der Identitäten wird?
Maria Milisavljevićs still loading ist kein Stück, es ist ein Zustand. Ein poetischer Rausch aus Stimmen, die zwischen kosmischer Weite und intimstem Schmerz oszillieren. Die Inszenierung erschafft einen Spiegelraum, in dem eine einzelne Figur ihren zahllosen digitalen Avataren begegnet. Eine Konfrontation, die in unsere vernetzte Gegenwart blickt: Wo endet der Mensch, wenn sein Körper unbegrenzt erweiterungsfähig und ersetzbar scheint und wann setzt die ersehnte Erlösung ein? Ein Abend wie ein Mantra über die Sehnsucht nach Selbstfindung und die Furcht vor der Auflösung im permanenten Ladevorgang unserer Zeit.
Milisavljević gewann 2025 den Mülheimer Dramatikpreis für ihr Stück "Staubfrau" (mit Publikumspreis) und 2026 den Else-Lasker-Schüler-Dramatikpreis für ihr Gesamtwerk.
Am 8.3. um 15:30 Uhr und am 31.3. um 19:30 Uhr findet eine Stück-Einführung mit Dramaturgin Kristina Malyseva statt. Eintritt frei.
Mit Sofia Borsani
Text Maria Milisavljević
Regie Julián Ignacio Garcés
Dramaturgie Kristina Malyseva
Ausstattung Ivalina Yapova
Musik Serafin Aebli
Video Rodrigo Melendez-Aquino
Assistenz Andrea Uhl
Technik Paul Schuler, Patrick Meury
EINE PRODUKTION DES THEATER WINKELWIESE
AUFFÜHRUNGSRECHTE S. FISCHER THEATER MEDIEN
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