mai
31
dimanche
Iceland Experimental: Climate of Music
Credits: Jóhann Jóhannsson
Vulkane, ein ausklingender arktischer Sommer, das Tanzstück Ice Flowers, handgemalte Spiralen und Punkte: Vier filmische Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise mit Natur, Klang und Wahrnehmung auseinandersetzen – zwischen dokumentarischer Beobachtung, avantgardistischer Bildsprache und experimenteller Musik.
Den Auftakt bildet Birth of an Island (1964) von Ósvaldur Knudsen, eine eindrucksvolle Chronik der Entstehung der Vulkaninsel Surtsey. In seinen eruptiven Schwarz-Weiss-Bildern entfaltet sich ein visuelles Spiel aus Form, Bewegung und Kontrast, das weit über die reine Dokumentation hinausgeht. Unterstützt wird dies durch die musique-concrète-Komposition von Magnús Blöndal Jóhannsson, die den Film in ein intensives audiovisuelles Experiment verwandelt.
Mit Aría (2006) von Ari Alexander Ergis Magnússon folgt ein kurzes, poetisches Musikvideo, das auf Fragmenten des Tanzstücks Ice Flowers basiert. Die Verbindung von Bewegung, Stimme und Komposition eröffnet einen intimen Zugang zu Blöndal Jóhannssons Werk und schlägt zugleich eine Brücke zwischen Film, Musik und Performance.
Einen radikal entschleunigten Blick auf Landschaft bietet End of Summer (2014) von Jóhann Jóhannsson. Über zwanzig Tage hinweg entstandene, statische
...Vulkane, ein ausklingender arktischer Sommer, das Tanzstück Ice Flowers, handgemalte Spiralen und Punkte: Vier filmische Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise mit Natur, Klang und Wahrnehmung auseinandersetzen – zwischen dokumentarischer Beobachtung, avantgardistischer Bildsprache und experimenteller Musik.
Den Auftakt bildet Birth of an Island (1964) von Ósvaldur Knudsen, eine eindrucksvolle Chronik der Entstehung der Vulkaninsel Surtsey. In seinen eruptiven Schwarz-Weiss-Bildern entfaltet sich ein visuelles Spiel aus Form, Bewegung und Kontrast, das weit über die reine Dokumentation hinausgeht. Unterstützt wird dies durch die musique-concrète-Komposition von Magnús Blöndal Jóhannsson, die den Film in ein intensives audiovisuelles Experiment verwandelt.
Mit Aría (2006) von Ari Alexander Ergis Magnússon folgt ein kurzes, poetisches Musikvideo, das auf Fragmenten des Tanzstücks Ice Flowers basiert. Die Verbindung von Bewegung, Stimme und Komposition eröffnet einen intimen Zugang zu Blöndal Jóhannssons Werk und schlägt zugleich eine Brücke zwischen Film, Musik und Performance.
Einen radikal entschleunigten Blick auf Landschaft bietet End of Summer (2014) von Jóhann Jóhannsson. Über zwanzig Tage hinweg entstandene, statische Einstellungen aus der Antarktis verdichten sich zu einer meditativen Reflexion über Natur am Rand der Wahrnehmbarkeit. Visuell roh und von analogen Artefakten durchzogen, kontrastiert das Bild mit einer präzise komponierten Klanglandschaft. Inspiriert von Timothy Mortons Konzept der «dunklen Ökologie» verweigert sich der Film bewusst einer romantisierenden Naturdarstellung.
Den Abschluss bildet Cyborg Manifesto / Chapter I–II (2026) von Garún Kríudóttir. In leuchtenden Farben und abstrakten Formen entfaltet sich ein animiertes Universum, das Kategorien und Grenzen auflöst. Angelehnt an Donna Haraways berühmtes Manifest feiert der Film Hybridität und Transformation und stellt konventionelle Vorstellungen von Identität und Körperlichkeit infrage.
Natur als Klangraum, Bildfläche und Denkfigur zugleich.
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Lieu:
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Iceland Experimental: Climate of Music est organisé par:
Videoex
Catégorie: Festivals / Film