Metall, Klang, Form
Metall, Stein, Holz - über Jahrzehnte schuf Martin Spühler aus verschiedensten Fundstücken kleinere und monumentale Objekte. Aus Skulpturen wurden Instrumente, aus Instrumenten Resonanzräume. Angeschlagen, gerieben oder mit dem Bogen gestrichen, schwingen sie in vielfältigen Klängen - von glockenhell bis donnernd tief. Spühlers grosse Faszination für den Klang von Metall führte über Schmieden, Schweissen und Hämmern zu eindrucksvollen Resonanzkörpern: Objekte an der Schnittstelle zwischen Bildhauerei, Musik und Performance.
Vielen ist Martin Spühler (1943-2023) in Winterthur als Puppenspieler und Mitbegründer des Theater am Gleis bekannt. Sein zentrales Werk aber galt der Erforschung analoger Klangräume, dem Zusammenspiel von Akustik und Form. Die Ausstellung in den oxyd – Kunsträumen nimmt das skulpturale Werk des 2023 verstorbenen Künstlers in den Fokus. Skizzenbücher und weiteres Archivmaterial geben zudem Einblick in sein Denken und Schaffen. Im umfangreichen Rahmenprogramm werden die Skulpturen zum Klingen gebracht - eine Einladung, in perkussive, sphärische und experimentelle Klangwelten einzutauchen.
Fotocredit: Kunstraum Kreuzlingen, Martin Andereggen 2024
Die Ausstellung wird unterstützt durch: Dr. Adolf Streuli-Stiftung, Johann Jacob Rieter-Stiftung