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Mickry3 – Nette Fette Kette: Finissage

Mickry3 – Nette Fette Kette: Finissage Johanneskirche Zürich, Limmatstrasse 114, 8005 Zürich Billets

Credits: Mickry3

Ouverture des portes:
-
Johanneskirche Zürich, Zürich (CH)

Kann eine fette Kette nett sein? Jein. Es ist kompliziert.

Auf den ersten Blick wirkt die Plüschkette weich, kindlich und so lieb. Sie steht somit im Gegensatz zu herkömmlichen Ketten. Klassische Ketten stehen für Besitz, Begrenzung und Macht. Sie halten fest, schliessen ab, sagen: Das ist meins und nicht deins.

Unsere nette Kette ist weich, sie verbindet, tröstet und gibt Halt. Sie setzt einen Rahmen und ist zugleich brutal süss, vorbildlich und zeitgenössisch nachhaltig. Verantwortungsvoll haben wir aus Unmengen von recycelten Stofftieren diese wertvolle Kette genäht. Somit werden nicht nur bestehende Ressourcen verwertet, sondern jedem Stofftierchen wird zu seiner letzten Aufgabe verholfen. Jedes Kettenglied enthält einen Geschichtszyklus von Nähe, Halt und Geborgenheit hin zu Ablösung, Abgrenzung und Entsorgung. Tod und Auferstehung.

Wir starteten einen Aufruf zur Spende dieser Prozessobjekte. Es wurden unzählige knuffige, lustige, komische und rührende Exemplare zusammengetragen. Die Gabe wirkte fast schon rituell. Als hätten alle nur darauf gewartet, diesen geliebten Freunden und Helfern zu einer noch höheren Bestimmung zu verhelfen und im Keller endlich Platz zu machen.

Sammeln, sortieren, auftrennen. In einem aufwändigen Prozess wird daraus ein Objekt, das nicht einfach

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Kann eine fette Kette nett sein? Jein. Es ist kompliziert.

Auf den ersten Blick wirkt die Plüschkette weich, kindlich und so lieb. Sie steht somit im Gegensatz zu herkömmlichen Ketten. Klassische Ketten stehen für Besitz, Begrenzung und Macht. Sie halten fest, schliessen ab, sagen: Das ist meins und nicht deins.

Unsere nette Kette ist weich, sie verbindet, tröstet und gibt Halt. Sie setzt einen Rahmen und ist zugleich brutal süss, vorbildlich und zeitgenössisch nachhaltig. Verantwortungsvoll haben wir aus Unmengen von recycelten Stofftieren diese wertvolle Kette genäht. Somit werden nicht nur bestehende Ressourcen verwertet, sondern jedem Stofftierchen wird zu seiner letzten Aufgabe verholfen. Jedes Kettenglied enthält einen Geschichtszyklus von Nähe, Halt und Geborgenheit hin zu Ablösung, Abgrenzung und Entsorgung. Tod und Auferstehung.

Wir starteten einen Aufruf zur Spende dieser Prozessobjekte. Es wurden unzählige knuffige, lustige, komische und rührende Exemplare zusammengetragen. Die Gabe wirkte fast schon rituell. Als hätten alle nur darauf gewartet, diesen geliebten Freunden und Helfern zu einer noch höheren Bestimmung zu verhelfen und im Keller endlich Platz zu machen.

Sammeln, sortieren, auftrennen. In einem aufwändigen Prozess wird daraus ein Objekt, das nicht einfach nur noch niedlicher ist, sondern nebenbei verschiedene schlaue Fragen stellt: Bin ich schon erwachsen? Gehört das in den Müll? Darf ich mitspielen? Braucht es mich? Halten wir zusammen? Die Arbeit setzt bewusst einen Akzent gegen ein Konsumverhalten, das auch im Kunstkontext oft auf ständige Produktion ausgerichtet ist. Sie behauptet nicht, die Lösung zu sein. Aber sie widerspricht. Leise, weich und bestimmt.

Text: Mickry3

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Organisateur

Kunst in der Johanneskirche

Prévente

Eintritt frei.

Total: XX.XX CHF

Infos

Lieu:

Johanneskirche Zürich, Limmatstrasse 114, Zürich, CH

Organisateur

Mickry3 – Nette Fette Kette: Finissage est organisé par:

Kunst in der Johanneskirche