Am Jahrestag des Kriegsendes laden wir in die Kulturstation Toweddern zur Lesung „… weil wir dazugehören“ ein – Ein Abend des Erinnerns und des Zuhörens.
Das gleichnamige Buch versammelt Kindheits- und Jugenderinnerungen jüdischer Kontingentflüchtlinge, die in den 1990er Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion nach Schleswig-Holstein kamen. Ihre sehr persönlichen Geschichten erzählen von Verlust, Fremdsein und Neubeginn – vom Zerbrechen einer Kindheit und vom Ankommen in einem neuen Land.
Isabel verleiht den Texten eine eindringliche Stimme, begleitet von Martin Quetsche am Akkordeon. Mit jiddischen Liedern und Klezmermusik schafft er einen musikalischen Rahmen. Ergänzt werden die Erinnerungen durch Texte des jiddischen Dichters Tzvi Eisenmann.
Isabel Martinez ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin zahlreicher Theatertexte. Sie stammt aus Berlin und lebt seit vier Jahren in Kiel.
Martin Quetsche ist Musiker und Jiddist. Als Autodidakt am Akkordeon arbeitet er seit Mitte der 1990er Jahre mit
Klezmermusik und gilt als Spezialist für Neue Jiddische Lieder – eigene Vertonungen jiddischer Lyrik und Prosa, übersetzte Pop- und Folksongs sowie Lieder auf eigene Texte.
Ein musikalisch-literarischer Abend gegen das Vergessen – für Empathie, Erinnerung und Zugehörigkeit.