Strange Meeting - Franz Kafka
Lesung und Musik
Ohnmacht. Einsamkeit. Verständnislosigkeit. Paranoia. Angst.
Man könnte unzählige weiterer ähnlicher Begriffe finden, von denen jeweils einer oder mehrere auf das Werk Kafkas, in unserem Fall auf die Kurzgeschichten, zutreffen. Analogien ins Heute finden sich ohne Ende:
Smartphones. Das Internet als Überwachungsmaschinerie. Der nicht zu durchdringende Dschungel an Bürokratie in den Behörden. Geheimdienste, Deep Fake, und künstliche Intelligenz. Der gläserne Mensch. „1984“ ist längst nicht mehr nur Dystopie, sondern ein großes Stück weit Realität geworden. Es gibt kaum noch Räume, an denen wir Menschen nicht von irgendwelchen technischen Instrumenten abgehört, gefilmt und kontrolliert werden können. Wir erleben immer wieder und immer häufiger Situationen, in denen wir uns ausgeliefert fühlen. Weil wir nicht mehr über das verfügen können, das über uns verfügt. Die Konzerne und die handelnden Personen und Staaten dahinter sind ungreifbar.
Es scheint, als habe Kafka nicht nur einen Nerv der Zeit getroffen, sondern auch auf unheimliche Art und Weise unsere Zukunft skizziert. Kaum einem Schriftsteller ist es gelungen, die Gefühle, die damit einhergehen, so bildgewaltig in Sprache zu fassen.
Jonas Minthe
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Strange Meeting - Franz Kafka
Lesung und Musik
Ohnmacht. Einsamkeit. Verständnislosigkeit. Paranoia. Angst.
Man könnte unzählige weiterer ähnlicher Begriffe finden, von denen jeweils einer oder mehrere auf das Werk Kafkas, in unserem Fall auf die Kurzgeschichten, zutreffen. Analogien ins Heute finden sich ohne Ende:
Smartphones. Das Internet als Überwachungsmaschinerie. Der nicht zu durchdringende Dschungel an Bürokratie in den Behörden. Geheimdienste, Deep Fake, und künstliche Intelligenz. Der gläserne Mensch. „1984“ ist längst nicht mehr nur Dystopie, sondern ein großes Stück weit Realität geworden. Es gibt kaum noch Räume, an denen wir Menschen nicht von irgendwelchen technischen Instrumenten abgehört, gefilmt und kontrolliert werden können. Wir erleben immer wieder und immer häufiger Situationen, in denen wir uns ausgeliefert fühlen. Weil wir nicht mehr über das verfügen können, das über uns verfügt. Die Konzerne und die handelnden Personen und Staaten dahinter sind ungreifbar.
Es scheint, als habe Kafka nicht nur einen Nerv der Zeit getroffen, sondern auch auf unheimliche Art und Weise unsere Zukunft skizziert. Kaum einem Schriftsteller ist es gelungen, die Gefühle, die damit einhergehen, so bildgewaltig in Sprache zu fassen.
Jonas Minthe (Schauspieler, Sprecher) und Manuel Springer (Gitarrist, Effektenthusiast) widmen sich in dieser musikalischen Lesung ausgewählten Kurzgeschichten von Franz Kafka.
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