Marjane wächst im Iran zur Zeit der Islamischen Revolution auf. Der auf der gleichnamigen Graphic Novel basierende Animationsfilm zeigt ihren Kampf zwischen persönlicher Freiheit, Familie und politischer Unterdrückung – ein sehr persönlicher Blick auf Identität, Exil und das Erwachsenwerden.
Seit 47 Jahren ist Iran aufgrund politischer Sanktionen weitgehend von der Welt isoliert. Einen der wenigen Zugänge zur iranischen Gesellschaft bieten kulturelle Formate, insbesondere das Kino. Iranische Filme geniessen international hohes Ansehen und werden auf renommierten Festivals vielfach ausgezeichnet. Vor allem nach der Revolution 1979, die zur Islamischen Republik führte, entwickelte sich eine eigenständige Filmsprache: geprägt von poetischem Realismus, subtiler Gesellschaftskritik, Minimalismus und symbolischem Erzählen.
Drei von der Dozentin Elika Palenzona-Djalili kuratierte Filme er öffnen eindrucksvolle Einblicke in Alltag, Moral und soziale Konflikte jenseits politischer Schlagzeilen. Persepolis markiert den Auftakt der Reihe.