Referat von Michael Wrase - Nahostkorrepondent St. Galler Tagblatt
Nach der Freilassung der israelischen Geiseln hat der amerikanische Präsident Donals Trump in einer Rede vor der Knesset eine „historische Morgenröte in einem neuen Nahen Osten“ beschworen. Laut Donald Trump markiert der noch immer brüchige Waffenstillstand im Gazastreifen den „Beginn einer grossen Eintracht und dauerhaften Harmonie“ in der Region.
Tatsächlich ist das Waffenstillstandsabkommen nur der erste kleine Schritt auf dem so steinigen Weg zu einem Frieden im Morgenland, von dem die Konfliktparteien – vor allem Israel, das einen Palästinenserstaat kategorisch ablehnt – höchst unterschiedliche Vorstellungen haben.
In seinem Vortrag wird Michael Wrase die komplexe und weiterhin hoch explosive Lage im Nahen Osten nach den Terroranschlägen vom 7.Oktober 2022 analysieren und sich mit der Frage befassen, welche Zukunft der noch immer von tiefen Krisen und ungelösten Konflikten geprägte Nahe – und Mittlere Osten hat? Der Referent wird dabei auch einen Blick auf die Situation im Libanon, Syrien, Iran und Jemen werfen, die 2025 Ziel israelischer Bombenangriffe waren.
Michael Wrase arbeitet als Nahostkorrespondent für namhaft deutschsprachige Zeitungen. Ausserdem organisiert und begleitet er Kleinruppen-Reisen in Länder des Nahen Ostens, nach Gorgien, Armenien, Zypern und Uspekistan