Ein literarischer Bericht über das Leben in der Todeszelle.
Die Autorin und Filmemacherin Elvira Dones hat viele Welten kennengelernt: Geboren in Albanien, in das sie eines Tages aus politischen Gründen nicht zurückkehrte, lebt sie seit 1988 in der Schweiz, im Tessin. Sie verbrachte auch zehn Jahre in den USA, zuerst in Washington, dann in der San Francisco Bay Area. 2011 drehte sie einen Dokumentarfilm über die Todesstrafe («Don’t kill my father») – das Thema und die angetroffenen Schicksale liessen sie nicht mehr los und waren Auslöser für ihren Roman «Lukas Santana muss sterben», der diese Tage in deutscher Übersetzung erscheint (Ink Press 2026, aus dem Italienischen von Adrian Giacomelli). Lukas Santana ist Mitglied einer Gang aus dem Rio Grande-Tal im Südosten von Texas, ein Gangster mexikanischer Abstammung, der zehn Jahre in der Todeszelle verbringt, ohne je getötet zu haben. Dones erzählt von seinem Schicksal, dem Gefängnisalltag und vom Leben jener, die ihn begleiten.
Tuğba Ayaz unterhält sich mit Elvira Dones über diesen Roman, ihre Recherchen und Erfahrungen und ihre Sicht auf die USA.
Moderation: Tuğba Ayaz. Das Gespräch findet auf Englisch statt. Lesung ausgewählter Textstellen auf Deutsch.
Lesung: Lara Körte