Kristallflut der Tränen, destillierte Quintessenz des Herzens, von der Flamme verzehrt. Der Aggregatzustand unserer Trauer, der menschlichen Trauer ist seit jeher das versalzene, dicke Wasser, das uns aus den Augen strömt.
In jeder erdenklichen Form sind Tränen ein Ventil unseres Schmerzes (des direkt brennenden oder aber auch desjenigen nostalgischen Wehs, das die Freudentränen-Freude von einer bloß lächelnden Freude abhebt), das sich meist gegen unseren gefassten Widerstand öffnet und dem Darunterliegenden, das nicht mit Worten nach außen dringen kann, den Weg an die Außenwelt freimacht.
Due sopra il Basso widmen sich in ihrem aktuellen Programm „Christall Floods“ ganz diesem Phänomen und betrachten die verschiedenartigsten Nuancen vom Weinen der Trauer in der frühen Barockmusik. Ein Fokus liegt dabei auf dem englischen Komponisten und Lautenisten John Dowland, der vor 400 Jahren verstarb.
Achtung: Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung es erfordert, eine längere Zeit zu stehen. Sollten Sie dazu nur eingeschränkt in der Lage sein, melden Sie sich gerne im Vorfeld bei uns.