1983 komponierte Peter Roth die Toggenburger Passion, inspiriert vom Bilderzyklus «Die Grosse Passion» von Willy Fries (1935–1945), der unter dem Eindruck jener Zeit entstand. Fries versetzte die Passionsgeschichte Jesu ins Toggenburg und bezog Menschen aus seinem Dorf ein. Roth greift diesen Ansatz musikalisch auf, indem er Toggenburger Volksmusik integriert: mit Hackbrett als Continuo, Chor sowie Streichern und Bläsern in Polka-, Mazurka- und Ländler-Rhythmen. Die Solopartien von Bass (Hohepriester) und Sopran (Jesus) stehen für Macht und Liebe. Texte aus der Bergpredigt sowie Passionstexte im Toggenburger Dialekt ergänzen das Werk, das nicht mit dem Tod endet, sondern in Auferstehung und Versöhnung mündet.
Ausführende: Laudate-Chor Thun, Anja Christina Loosli, Sopran, Finn Müller, Bariton, Orchester ad hoc mit Hackbrett, Alphornduo Echo vom Egelsee, Lorène Quinodoz, Gesang, Nyckelharpa, Monika Nagy, Leitung