Von Johann Sebastian Bach sind zwei große Passionsmusiken überliefert. Die Vertonung der Evangelientexte von Johannes und Matthäus hat er grandios in Töne gesetzt und zusammen mit seinem Textdichter Christian Friedrich Henrici (genannt Picander) unbeschreibliche musikalische Gottesdienste geschaffen. Der Wechsel zwischen Evangelium, Betrachtung und Antwort der Gemeinde macht die beiden bekannten Passionen so persönlich und nahbar. Von Bachs Söhnen weiß man, dass es auch zu den Evangelisten Lukas und Markus Vertonungen gegeben haben muss – nur leider ist die Musik dazu gänzlich verschollen. Es fanden sich jedoch Texthefte, die mindestens zwei Aufführungen einer eigenen Markuspassion Bachs belegen. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Bach in jener Zeit wohl einige Sätze aus der sogenannten „Trauerode“, einer weltlich geprägten Trauermusik parodiert – also kreativ wiederverwendet hat. Auf Basis dieser Erkenntnis existieren seit vielen Jahren Rekonstruktionen, die Teile aus Bachs Oeuvre mit dem überlieferten Textbuch verbinden und so eine eigene Vertonung im Stil Bachs ergeben.
Die Kantorei bringt die Markuspassion zusammen mit Solist/innen und Orchester am Palmsonntag in einer Fassung von Robert Koolstra zur Aufführung.
Martin Neubauer wird die
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Von Johann Sebastian Bach sind zwei große Passionsmusiken überliefert. Die Vertonung der Evangelientexte von Johannes und Matthäus hat er grandios in Töne gesetzt und zusammen mit seinem Textdichter Christian Friedrich Henrici (genannt Picander) unbeschreibliche musikalische Gottesdienste geschaffen. Der Wechsel zwischen Evangelium, Betrachtung und Antwort der Gemeinde macht die beiden bekannten Passionen so persönlich und nahbar. Von Bachs Söhnen weiß man, dass es auch zu den Evangelisten Lukas und Markus Vertonungen gegeben haben muss – nur leider ist die Musik dazu gänzlich verschollen. Es fanden sich jedoch Texthefte, die mindestens zwei Aufführungen einer eigenen Markuspassion Bachs belegen. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Bach in jener Zeit wohl einige Sätze aus der sogenannten „Trauerode“, einer weltlich geprägten Trauermusik parodiert – also kreativ wiederverwendet hat. Auf Basis dieser Erkenntnis existieren seit vielen Jahren Rekonstruktionen, die Teile aus Bachs Oeuvre mit dem überlieferten Textbuch verbinden und so eine eigene Vertonung im Stil Bachs ergeben.
Die Kantorei bringt die Markuspassion zusammen mit Solist/innen und Orchester am Palmsonntag in einer Fassung von Robert Koolstra zur Aufführung.
Martin Neubauer wird die Evangelientexte lesen.
Kantorei St. Stephan
Solist/innen: Mechthild Söffler, Christina Mittermair, Oliver Kringel, Daniel Blumenschein
Mitglieder der Bamberger Symphoniker
Leitung: Michael Goos
Stephanskirche
Sonntag, 29. März 2026
18 Uhr (Einlass: 17.15 Uhr)
20 / 15 /10 Euro
Vorverkauf: Online via Eventfrog, bei BVD oder Reservierung per Email: cs.konzerttickets@gmail.com
Abendkasse
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