Ausgangspunkt des Programms sind Johannes Brahms’ innige Deutsche Volkslieder, die der Komponist selbst als besonders persönlich empfand – so sehr, dass er 1894 an Hermann Deiters schrieb, es sei «wohl das erste Mal, dass ich dem, was von mir ausgeht, mit Zärtlichkeit nachsehe». Clara Schumann wiederum bekannte in einem Brief, wie sehr sie diese Lieder erfreut hätten. Von dieser emotionalen Offenheit ausgehend, spannt das Konzert einen weiten Bogen zu Liedern und Duetten von Robert und Clara Schumann sowie zu Alexander Zemlinskys farbenreichen Walzer-Gesängen nach toskanischen Texten. Alle Werke kreisen um die Liebe in ihren vielfältigen Erscheinungsformen: von schmerzlicher Sehnsucht über zarte Annäherung bis hin zur heiteren Leichtigkeit des Verliebtseins. Ergänzt wird das Programm durch Auszüge aus Robert Schumanns Kinderszenen, die mit poetischer Klarheit die innere Welt der Romantik spiegeln.