„Nummer 32, bitte!“ – Wer kennt diese Situation nicht? Wartesäle sind wie zeitlose Zwischenräume, die im Theaterstück „Symphonie der Ungeduldigen“ der Stachelbeere Luzern auf faszinierende Weise erforscht und zum Leben erweckt werden.
Über allem thronen die Beamten, fast wie unerschütterlich Herrschende über das Schicksal der Wartenden. In ihrer hohen Position entscheiden sie, wer an der Reihe ist und wer sich geduldig in das endlos scheinende Warten fügen muss. Doch die Zeit bleibt stehen – die Uhr zeigt stetig 07:45 Uhr, und nichts passiert. Die Wartenden arrangieren sich, doch allmählich nistet sich die Frustration ein. Sie beginnen, die Bedeutungslosigkeit des Wartens zu hinterfragen. Doch statt sich zu resignieren, treffen sie eine Entscheidung: Sie verwandeln die Leere in eine kreative Möglichkeit. Sie beschliessen, der Wartezeit durch Musik und gemeinsames Schaffen einen tieferen Sinn zu verleihen.