Aufbauend auf den bereits im Kulturzentrum GEMS präsentierten Abenden Tanz Eins und Tanz Zwei werden in Tanz X ausgewählte Arbeiten erstmals neu zusammengesetzt.
Leander Emanuel, Davina Wölfle-Obitz, Emmanuel Ramos und Viviane Cécile Hummel verbinden Tanzstücke beider Abende zu einer neuen Form. Bilder und Körper begegnen sich erneut, reagieren aufeinander und formen eine eigenständige Collage.
Der Abend versteht sich als Versuchsanordnung: Wie verändert sich ein Stück im verschobenen Zusammenhang? Was geschieht, wenn Arbeiten ihren ursprünglichen Platz verlassen und in neuer Umgebung Beziehungen eingehen?
Choreografische Miniaturwelten – Trios, Soli und ein Tanzfilm – lösen sich aus ihrer Dramaturgie und treffen in veränderter Konstellation aufeinander. Themen wie Liebe, Ego, Depression, zwischenmenschliche Unterschiede und Wissen treten in neue Dialoge. Die Arbeiten bewegen sich zwischen experimentell und klassisch, verbinden Tanz mit schauspielerischen Elementen und balancieren emotionale Intensität mit spielerischer Leichtigkeit.
Das „X“ markiert den Schnittpunkt: den Moment, in dem Vergangenes und Gegenwärtiges aufeinandertreffen und anders erfahrbar wird.
Tanz X ist Erinnerung und Weiterdenken zugleich – eine Einladung, Vertrautes neu zu sehen.