Wie entsteht ein neues »Wir«, wenn das alte verloren gegangen ist? Wie viel Freiheit braucht ein Kollektiv – und wann wird Ordnung zum Zwang? Mit RE:PUBLIC zeichnen die Tänzer*innen des Hamburger Kammerballett, alle vor dem Krieg in der Ukraine geflohen, eine Komposition des Wandels, Wechseln und Wachsen in einer gesellschaftlichen Utopie. Ausgehend von Platons Überlegungen zu Gerechtigkeit und Ordnung erforschen die Tänzer*innen, was Zusammenhalt heute bedeuten kann: Unter der choreografischen Leitung von Edvin Revazov entsteht eine »RE:PUBLIC« aus Körpern, Bewegungen und Beziehungen. Im Wechselspiel von Synchronität und Auflösung, Struktur und Bruch, Macht und Empathie formt sich ein sinnlicher Kommentar auf unsere Gegenwart: Kann Gemeinschaft gerecht sein? Oder bleibt sie ein Entwurf, ein Möglichkeitsraum, ein Wunsch?
RE:PUBLIC entsteht in Zusammenarbeit mit der JazzHall Hamburg und der australischen Jazz-Gitarristin Danica Hobden (Absolventin des Dr. Langner Jazzmaster der HfMT Hamburg). Nach dem ersten gemeinsamen Projekt »Jazz trifft Ballett«, welches im Mai 2025 in der JazzHall eine vielumjubelte Premiere feierte, folgt mit RE:PUBLIC nun die zweite Kooperation – eine einmalige Verbindung von Tanz und Musik, Körper und Klang, performativer Realitätsverhandlung und Utopie.
Im Mai 2026 wird RE:PUBLIC in der JazzHall Hamburg erlebbar sein.