Der Schriftsteller Jan Kuhlbrodt stellt seine autofiktionale Chemnitzer Trilogie vor, bestehend aus den Romanen „Vor der Schrift“, „Schneckenparadies“ und „Krüppelpassion – oder Vom Gehen“.
In „Vor der Schrift“ unternimmt Kuhlbrodt einen Streifzug durch das Chemnitz seiner Kindheit. Erinnerungen an die erste Wohnung, an Nachbarn, Eltern und fremde Gestalten verbinden sich mit Eindrücken von Geräuschen, Formen und Bildern – aus einer Zeit, bevor sich Wahrnehmung zu Sprache und Schrift ordnet.
Der zweite Band, „Schneckenparadies“, führt in die Jahre nach der Wende. Der Erzähler verlässt Karl-Marx-Stadt und geht nach Frankfurt am Main, um Philosophie zu studieren. Der Roman erzählt von Aufbruch und Orientierungssuche, von zerfallenden Gewissheiten und neuen Ideen, die an ihre Stelle treten.
Mit „Krüppelpassion – oder Vom Gehen“, ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Preis 2023, findet die Trilogie ihren Abschluss. Das Buch beschreibt die Erfahrung einer fortschreitenden Multiple-Sklerose-Erkrankung und ist, wie der Autor selbst schreibt, „die Chronik eines sich ankündigenden Todes“. Dabei verbindet Kuhlbrodt persönliche Erfahrungen mit literarischer Reflexion über Körper, Zeit und Vergänglichkeit.
Im Gespräch wird der Autor auch über das Schreiben unter den Bedingungen einer
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Der Schriftsteller Jan Kuhlbrodt stellt seine autofiktionale Chemnitzer Trilogie vor, bestehend aus den Romanen „Vor der Schrift“, „Schneckenparadies“ und „Krüppelpassion – oder Vom Gehen“.
In „Vor der Schrift“ unternimmt Kuhlbrodt einen Streifzug durch das Chemnitz seiner Kindheit. Erinnerungen an die erste Wohnung, an Nachbarn, Eltern und fremde Gestalten verbinden sich mit Eindrücken von Geräuschen, Formen und Bildern – aus einer Zeit, bevor sich Wahrnehmung zu Sprache und Schrift ordnet.
Der zweite Band, „Schneckenparadies“, führt in die Jahre nach der Wende. Der Erzähler verlässt Karl-Marx-Stadt und geht nach Frankfurt am Main, um Philosophie zu studieren. Der Roman erzählt von Aufbruch und Orientierungssuche, von zerfallenden Gewissheiten und neuen Ideen, die an ihre Stelle treten.
Mit „Krüppelpassion – oder Vom Gehen“, ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Preis 2023, findet die Trilogie ihren Abschluss. Das Buch beschreibt die Erfahrung einer fortschreitenden Multiple-Sklerose-Erkrankung und ist, wie der Autor selbst schreibt, „die Chronik eines sich ankündigenden Todes“. Dabei verbindet Kuhlbrodt persönliche Erfahrungen mit literarischer Reflexion über Körper, Zeit und Vergänglichkeit.
Im Gespräch wird der Autor auch über das Schreiben unter den Bedingungen einer chronischen Erkrankung sprechen. Fragen von Bewegung, Abhängigkeit und Teilhabe sind dabei nicht nur literarische Themen, sondern prägen auch den Alltag – bis hin zu der ganz praktischen Erfahrung, dass selbst eine Anreise zu einer Lesung im ländlichen Raum mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht selbstverständlich möglich ist.
Wir freuen uns auf einen Austausch über Brüche im Leben, über das Schreiben aus persönlicher Erfahrung und über die Frage, wie man auch unter schwierigen biographischen und körperlichen Bedingungen Kraft, Haltung und Zuversicht bewahren kann. Vor Ort erworbene oder mitgebrachte Bücher signiert der Autor gerne.
Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Eine Reservierung ist nicht zwingend erforderlich, wird aber empfohlen!
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