In ihrem kurzen Leben (1908-1942) konnte Annemarie Schwarzenbach vieles verwirklichen. Bereits während des Geschichtsstudiums veröffentlichte sie journalistische und literarische Texte. Nach der Promotion unternahm die begabte Schriftstellerin immer wieder abenteuerliche Reisen in alle Welt (u.a. nach Amerika, nach Afghanistan, in den Iran, die Türkei, die Sowjetunion und nach Belgisch-Kongo) und wurde als Reisejournalistin und Fotografin bekannt. Ihre Reportagen erschienen in angesehenen euro päischen und Schweizer Zeitungen und Magazinen.
Prägend waren die Rebellion gegen gesellschaftliche Zwänge und der intensive Einsatz gegen den Faschismus, der sie mit Gleichgesinnten verband, vor allem mit den engen Freunden Erika und Klaus Mann. Drogensucht und Depressionen, die ihr Leben überschatteten, konnte sich Annemarie Schwarzenbach nie dauerhaft entziehen.
Ihr Nachlass wurde 2025 von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Vera Bauer: Autorin und Sprecherin
Jelena Goldzycher: Komposition und Musik
Peter Schweiger: Dramaturgische Mitarbeit
Die Zentralbibliothek Zürich zeigt bis Ende März die Ausstellung «Bilder einer Familie. Vier Generationen Wille und Schwarzenbach».