Torkwase Dyson bezeichnet sich selbst als Malerin, wobei ihr Werk weit über die klassische Malerei hinausgeht. In großformatigen Skulpturen, Zeichnungen, architektonischen Installationen und performativen Arbeiten untersucht sie die Verbindungen von Körper, Raum, Natur und Infrastruktur. Besonders interessiert sie, wie „Schwarze Körper“ Raum wahrnehmen, gestalten, durchqueren, indem sie die durch Kolonialismus und Ideologien geprägten Strukturen ablehnen. Grundlage von Dysons Arbeit ist ihr Konzept des „Black Compositional Thought“, das untersucht, wie Kohärenz Improvisation ermöglicht. „Black Compositional Thought“ beschreibt eine Praxis, die Welten von Schönheit und räumlicher Freiheit in allen Bereichen des Lebens ohne Garantie auf Beständigkeit gestaltet, ordnet und konstruiert.
Ein wichtiges Thema in Dysons Werk ist Wasser. Es ist physisches Element, Träger von Geschichte und Symbol für Bewegung, Widerstand und Veränderung. In ihrer 2023 bei Desert X in Palm Desert, Kalifornien, gezeigten Skulpturenserie Liquid A Place wird Wasser zum Speicher kollektiver Erinnerungen. Flüsse, Seen und Ozeane dienen als Archive von Versklavung, Migration, Bewegung, Verbindung und Heilung. Dyson fragt, wie Wasser nicht nur als physisches, sondern auch als politisches Mittel verstanden werden
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Torkwase Dyson bezeichnet sich selbst als Malerin, wobei ihr Werk weit über die klassische Malerei hinausgeht. In großformatigen Skulpturen, Zeichnungen, architektonischen Installationen und performativen Arbeiten untersucht sie die Verbindungen von Körper, Raum, Natur und Infrastruktur. Besonders interessiert sie, wie „Schwarze Körper“ Raum wahrnehmen, gestalten, durchqueren, indem sie die durch Kolonialismus und Ideologien geprägten Strukturen ablehnen. Grundlage von Dysons Arbeit ist ihr Konzept des „Black Compositional Thought“, das untersucht, wie Kohärenz Improvisation ermöglicht. „Black Compositional Thought“ beschreibt eine Praxis, die Welten von Schönheit und räumlicher Freiheit in allen Bereichen des Lebens ohne Garantie auf Beständigkeit gestaltet, ordnet und konstruiert.
Ein wichtiges Thema in Dysons Werk ist Wasser. Es ist physisches Element, Träger von Geschichte und Symbol für Bewegung, Widerstand und Veränderung. In ihrer 2023 bei Desert X in Palm Desert, Kalifornien, gezeigten Skulpturenserie Liquid A Place wird Wasser zum Speicher kollektiver Erinnerungen. Flüsse, Seen und Ozeane dienen als Archive von Versklavung, Migration, Bewegung, Verbindung und Heilung. Dyson fragt, wie Wasser nicht nur als physisches, sondern auch als politisches Mittel verstanden werden und wie Flüssiges helfen kann, neue Vorstellungen von Fürsorge, Verbindung und Beweglichkeit zu entwickeln.
Für das Kunsthaus Bregenz plant Dyson ein mehrteiliges Projekt. In den unteren Stockwerken entstehen ebenso großformatige wie leichte Skulpturen, gedacht als „multiskalares Gemälde“, in dem kleine Details und große Zusammenhänge zugleich sichtbar werden. In einem anderen Stockwerk verdichtet eine zwölfkanalige Klanginstallation Instrumentalaufnahmen und elektronische Klänge zu einer umfassenden räumlichen Collage.
Im obersten Stockwerk präsentiert Dyson immersive Malereien, inspiriert vom Plantagenozän — ein Begriff für die globalen Veränderungen durch große ausbeuterische Agrarbetriebe wie Plantagen. Die Arbeiten lenken den Blick auf historische und aktuelle Formen von Ausbeutung, Rassismus und Umweltzerstörung.
Dysons Werke sind zugleich monumental und zerbrechlich, modular und miteinander verbunden. Jedes Werk schafft einen eigenen Raum, in dem Materialien in die Umgebung hinauswachsen und Oberflächen von Zeit und Geschichte erzählen. Die Erfahrung bleibt dabei immer körperlich spürbar. Ihre Arbeit verzichtet auf feste Strukturen und lebt von Improvisation, Flüchtigkeit und Wandel. Besonders bedeutsam ist ihr die Intimität kollektiver Erfindung, in der Veränderung und Vergänglichkeit als Grundlage von Erfahrung spürbar werden.
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