Klingt so vielleicht die Ewigkeit? Gut achtzig Minuten dauert eine Aufführung von Piano and String Quartet, einem Spätwerk des 1987 verstorbenen Amerikaners Morton Feldman. Doch in dieser langen Zeitspanne hören wir kaum mehr als zarte, endlos nachklingende Arpeggien des Klaviers, dazu ausgehaltene Streicherakkorde. Keinen Anfang und kein Ende scheint diese kristalline Pianissimo-Studie zu haben. Keine Richtung scheint sie zu kennen, sondern sich ganz auf die Gegenwart des Klangs einzulassen. Das Hörerlebnis ist paradox: Gerade in ihrer radikalen Ruhe entwickelt Feldmans Slow-Motion-Musik einen enormen Sog. «Die ersten 30 Minuten mit ihren wunderschönen, fast bewegungslosen Harmonien mögen einem noch lang vorkommen. Doch die nächsten 30 Minuten wirken deutlich schneller, und das letzte Drittel vergeht dann wie im Flug», staunt Víkingur Ólafsson. Und wollte dieses «einzigartige» Stück, das er letztmals vor zehn Jahren gespielt hat, unbedingt im Programm haben. Für eine magische Atmosphäre sorgt auch die Aufführungssituation: Das Publikum sitzt mit auf der Bühne, also ganz nah dran an den fünf Künstlern.
Mitwirkende:
- Danish String Quartet: Frederik Øland, Violine | Rune Tonsgaard Sørensen, Violine | Asbjørn Nørgaard, Viola | Fredrik Schøyen Sjölin, Cello
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Klingt so vielleicht die Ewigkeit? Gut achtzig Minuten dauert eine Aufführung von Piano and String Quartet, einem Spätwerk des 1987 verstorbenen Amerikaners Morton Feldman. Doch in dieser langen Zeitspanne hören wir kaum mehr als zarte, endlos nachklingende Arpeggien des Klaviers, dazu ausgehaltene Streicherakkorde. Keinen Anfang und kein Ende scheint diese kristalline Pianissimo-Studie zu haben. Keine Richtung scheint sie zu kennen, sondern sich ganz auf die Gegenwart des Klangs einzulassen. Das Hörerlebnis ist paradox: Gerade in ihrer radikalen Ruhe entwickelt Feldmans Slow-Motion-Musik einen enormen Sog. «Die ersten 30 Minuten mit ihren wunderschönen, fast bewegungslosen Harmonien mögen einem noch lang vorkommen. Doch die nächsten 30 Minuten wirken deutlich schneller, und das letzte Drittel vergeht dann wie im Flug», staunt Víkingur Ólafsson. Und wollte dieses «einzigartige» Stück, das er letztmals vor zehn Jahren gespielt hat, unbedingt im Programm haben. Für eine magische Atmosphäre sorgt auch die Aufführungssituation: Das Publikum sitzt mit auf der Bühne, also ganz nah dran an den fünf Künstlern.
Mitwirkende:
- Danish String Quartet: Frederik Øland, Violine | Rune Tonsgaard Sørensen, Violine | Asbjørn Nørgaard, Viola | Fredrik Schøyen Sjölin, Cello
- Víkingur Ólafsson Klavier
Programm:
22.00 Uhr
Morton Feldman (1926–1987)
Piano and String Quartet
Dieses Konzert hat keine Pause.
Voraussichtliches Konzertende um 23.30 Uhr
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