In weisser Farbe auf schwarzem Boden sind schematisch die Umrisse von Gaza aufgezeichnet mit seinen Städten, Lagern und Stadtteilen. Neun Flüchtlinge, die Gaza verlassen konnten, positionieren sich darauf und erzählen von ihren Erfahrungen, zu denen der Verlust von geliebten Menschen und ein Leben in Unterdrückung gehören. Mit seinem Film schlägt Regisseur Nicolas Wadimoff eine Brücke zwischen dem Intimen und dem Kollektiven – ein Aufruf zur Menschlichkeit.Wadimoff erzählt die Geschichte von Gaza durch diejenigen, die seine Zukunft aufbauten: Unternehmer:innen, ein Musiker, eine Ärztin und eine Influencerin. Durch ihre Augen entdecken wir eine Realität fernab der Bilder aus den Nachrichten, geprägt von Widerstandskraft, Kreativität und Hoffnung. «Who Is Still Alive» hat seine internationale Premiere in der renommierten Sektion Giornate degli Autori in Venedig gefeiert und den Preis The Cinema & Arts 2025 gewonnen. Auch auf der Mostra Internacional del Cinema de São Paulo wurde der Film – für seine erzählerische Kraft und seine gesellschaftliche Relevanz – gewürdigt.Do, 5. Februar, 19.30 Uhr: Im Anschluss an die Vorstellung Regiegespräch mit Nicolas Wadimoff, moderiert von Regula Bochsler (Historikerin, Journalistin).