Sie war Hauptdarstellerin im ersten deutschen Nachkriegsfilm, glänzte in Hollywood und am Broadway, kehrte in die muffige BRD der 1950er-Jahre zurück und feierte hier Triumphe als Schauspielerin, Chansonsängerin und Bestsellerautorin: die grosse Hildegard Knef (1925–2002). Sechs Jahrzehnte lang war die Frau mit der rauchigen Stimme eine öffentliche Person und liess über die Medien nicht nur an ihren Erfolgen und Misserfolgen, sondern auch an ihrer Krebserkrankung und ihrem späten Facelifting teilhaben: "In meinem Beruf wird Zeitlosigkeit abverlangt – was bei Männern nie verlangt wird." Auch sonst nahm sie, die mit "Für mich soll's rote Rosen regnen" einen Hit für die Ewigkeit schuf, nie ein Blatt vor den Mund und wurde damit zum Vorbild für Generationen von Frauen. Aus grösstenteils unbekanntem Archivmaterial und aktuellen Interviews mit Knefs Tochter Christina Palastanga und ihrem letzten Lebensgefährten Paul von Schell hat die in Köln lebende, gebürtige Zugerin Luzia Schmid einen so faszinierenden wie emotional starken Film über eine Frau und Diva geschaffen, der auch als schillerndes Zeitdokument über die alte BRD funktioniert. Christian Schröder schreibt im Tagesspiegel: "Das ist kein geglättetes Porträt. Es zeigt eine Frau voller Widersprüche. Niederknien möchte man trotzdem vor ihr."