In der kleinen südkoreanischen Küstenstadt Sokcho führt die 23-jährige Soo-Ha ein routiniertes Leben. Sie arbeitet in einer Pension, besucht regelmässig ihre Mutter, eine Fischhändlerin, und hat einen Freund. Doch als der französische Künstler Yan Kerrand als Gast in die Pension kommt, tauchen Fragen über ihre Identität auf. Feinfühlig erzählt der Film vom Entstehen einer zerbrechlichen Verbindung.«Hiver à Sokcho» ist eine Adaption des gleichnamigen preisgekrönten Romans von Elisa Shua Dusapin. Regisseur Koya Kamura setzte sich in seinem Spielfilmdebüt intensiv mit dem Roman und der Thematik der Identitätssuche auseinander. Er schreibt über seinen Film: «Ich komme aus einem multikulturellen Umfeld. Meine Mutter ist Französin und mein Vater Japaner. Oft stolz, manchmal verspottet, habe ich meine Identität im Laufe meines Lebens um diese ‹Originalität› herum aufgebaut. In Frankreich nie ganz Franzose, in Japan noch weniger Japaner, habe ich sehr lange nach meinem Platz in der Gesellschaft gesucht, weil ich das Bedürfnis hatte, in beiden Ländern akzeptiert zu werden. ‹Hiver à Sokcho› untersucht multikulturelle Wurzeln und die Suche nach Identität und lässt sich dabei vom Buch der französisch-koreanischen Autorin Elisa Shua Dusapin inspirieren, die mit grosser Sensibilität die Komplexität der Identität anhand ihrer Hauptfigur Soo-Ha thematisiert.»