Der argentinische Regisseur Lisandro Alonso erzählt in drei Kapiteln von unterschiedlichen Formen indigenen Lebens: Ein Western mit Viggo Mortensen, der im Jahr 1870 spielt; die Geschichte eines vom Goldfieber heimgesuchten Abenteurers, der in den 1970er-Jahren den Amazonas-Regenwald durchstreift; sowie den Aufbruch einer jungen Frau aus dem Leben im trostlosen Pine-Ridge-Reservat in South Dakota. Verbindendes Element der Erzählungen, die räumlich und zeitlich voneinander getrennt sind, ist Eureka, eine Frau, die zum Wandervogel geworden ist.Die Arbeiten des argentinischen Regisseurs Lisandro Alonso spielen in Räumen mit fliessenden Grenzen und lösen feste Zeitstrukturen auf. «Einmal mehr entschlägt Alonso sich herkömmlicher Muster filmischer Dramaturgie, stellt ein narratives Geflecht auf die Zerreissprobe. Auf dass ein Möglichkeitsraum entstehe, in dem jene schmerzhafte Ahnung davon, was gewaltsame Landnahme heisst und wie Entwurzelung sich anfühlt, wirksam werden kann», formuliert es Alexandra Seitz (Viennale) treffend.