Endzeit | Duell | Humor
Passend zur aktuellen Weltlage eröffnen wir die neue Theatersaison mit Samuel Becketts weltberühmtem «Endspiel» in der vielgerühmten Inszenierung des Deutschen Theater Berlin. Zwei Stars der Theater- und Filmszene, Wolfram Koch und Ulrich Matthes verwandeln, in der Regie von Jan Bosse, Becketts vielgefeierten Klassiker der Moderne in eine aktuelle Endzeit-Komödie.
Es wird geistreich, bissig, intelligent. Hamm und sein Diener Clov: ein clowneskes Gespann am Ende der Zeit. Der eine ist blind und kann nicht laufen, der andere kann sehen, aber nicht sitzen. Ersterer sieht die Welt durch die Augen des anderen und dieser mit dem Fernrohr durch die Fenster die Aussenwelt: auf der einen Seite die menschenleere Landschaft, auf der anderen Seite das unendlich graue Meer. Aufeinander angewiesen, haben sie nichts Besseres zu tun, als sich wieder und wieder zu streiten und gegenseitig aufs Korn zu nehmen.
«Endspiel» entstand 1956 inmitten des europäischen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, einer Ära des wirtschaftlichen Optimismus und materiellen Fortschritts. Der berühmte Eröffnungssatz «Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende. Es geht vielleicht zu Ende» kontrastiert diesen Geist radikal, indem er sofort eine postapokalyptische Hoffnungslosigkeit evoziert
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Endzeit | Duell | Humor
Passend zur aktuellen Weltlage eröffnen wir die neue Theatersaison mit Samuel Becketts weltberühmtem «Endspiel» in der vielgerühmten Inszenierung des Deutschen Theater Berlin. Zwei Stars der Theater- und Filmszene, Wolfram Koch und Ulrich Matthes verwandeln, in der Regie von Jan Bosse, Becketts vielgefeierten Klassiker der Moderne in eine aktuelle Endzeit-Komödie.
Es wird geistreich, bissig, intelligent. Hamm und sein Diener Clov: ein clowneskes Gespann am Ende der Zeit. Der eine ist blind und kann nicht laufen, der andere kann sehen, aber nicht sitzen. Ersterer sieht die Welt durch die Augen des anderen und dieser mit dem Fernrohr durch die Fenster die Aussenwelt: auf der einen Seite die menschenleere Landschaft, auf der anderen Seite das unendlich graue Meer. Aufeinander angewiesen, haben sie nichts Besseres zu tun, als sich wieder und wieder zu streiten und gegenseitig aufs Korn zu nehmen.
«Endspiel» entstand 1956 inmitten des europäischen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, einer Ära des wirtschaftlichen Optimismus und materiellen Fortschritts. Der berühmte Eröffnungssatz «Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende. Es geht vielleicht zu Ende» kontrastiert diesen Geist radikal, indem er sofort eine postapokalyptische Hoffnungslosigkeit evoziert und den vermeintlichen Fortschritt hinterfragt.
Ulrich Matthes als Hamm und Wolfram Koch als Clov liefern in Jan Bosses hochgelobter Inszenierung ein clowneskes Duell, das durch exzentrische Rollen und physischen Humor begeistert. Dem Deutschen Theater Berlin ist damit ein Meilenstein moderner Beckett-Interpretation gelungen.
Dauer: ca. 75 Min. ohne Pause
Alter: 14+
Sprache: Deutsch
18:15 Uhr | Themen-Talk
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