Christiane Antoniades-Menge liest französisch aus ihrem Roman «Le bleu des origines»: Einwanderer aus dem Schweizer Jura in Norditalien. Ein Leben in der Fremde, an der Grenze. Eine Nachkriegszeit mit all ihrem Elend. Beschrieben aus der Sicht eines Kindes: Ein Mädchen auf der Suche nach dem stets abwesenden Vater. Und eine Mutter, die nur am Wochenende da ist. Erinnerungsfragmente, die sich wie die Steine eines Mosaiks wieder zum Bild fügen: die Beschreibung einer Zeitepoche, einer italienischen Kleinstadt, einer ungewöhnlichen Familienkonstellation. Nach und nach kommt ans Licht, was das kleine Mädchen damals nicht ahnte. Der Rettungsanker: die Großeltern, unerschütterlich, die diesem kindlichen Blick, der sich öffnen und verstehen will, Kraft und Mut verleihen.
Walter Pfäffli liest aus seiner deutschen Übersetzung "Das Blau der Ursprünge" und die Konzertcellistin Beate Schnaithmann begleitet die Lesung auf dem Cello.