Mit Kraft- oder Schimpfwörtern spielt Werner Widmer im gesamten Foyer eine bittersüsse Symphonie. Die gerahmten weissen und schwarzen Zuckerzylinder zeichnen grafische, geheimnisvolle Muster oder gar anmutende Sternbilder – und dürfen auch als solche gesehen werden. Sie schreiben aber reale Wörter in der für viele Menschen unbekannten Schrift Braille. Die Zuckerstücke formen keine süssen und netten Wörter, sondern Schimpfwörter, die niemand gerne hört, aber wohl schon gebraucht hat – süsse Flüche und bittere Beleidigungen.
Werner Widmer lebt und arbeitet in Eschlikon und Athen. Er hat eine Vorliebe für Muster und arbeitet mit verschiedenen Medien. Seine Kompetenz, visuelle und taktile Elemente zu verschmelzen, und die aussergewöhnliche Faszination für Zuckerwürfel, wecken Begeisterung für die überraschenden und starken Bildwirkungen. Sein Interesse für grafische und sich wiederholende Motive gründet sich in seiner beruflichen Ausbildung als Gestalter, er studierte bildende Kunst in Zürich und Produktdesign in St. Gallen.