«Geister, die ich rief» - Skulpturenausstellung in der Mörsburg
1. Mai – 27. September 2026
Stolz thront die Mörsburg über der A1 bei der Abfahrt Oberwinterthur; seit mehr als 8 Jahrhunderten bewacht der trutzige Hauptturm das nordöstliche Einfallstor nach Winterthur. Bereits beim Parkieren vor dem Schloss wird man vom «Grossen Wächter», einer stattlichen Holzskulptur von rund 2,5 m Höhe des Bildhauers Klemens Pasoldt, begrüsst. Vor der mächtigen Findlingswand des Hauptturms der Mörsburg macht sich die Skulptur geradezu klein und niedlich aus. Solche Gegen sätze und Ambivalenzen, denen jeder von uns im Alltag immer wieder ausgesetzt ist, bestimmen die Kunst von Klemens Pasoldt. Holz ist sein bevorzugtes Ausdruck material. Im Innern des Turmes gibt es zahlreiche weitere Beispiele, die im Dialog mit der mittelalterlichen Ausstattung oder anderen Skulpturen stehen. Brüllt die Skulptur «Hello?!» ihre Meinung laut in den Raum hinaus oder ist sie doch eher Empfangs station für ätherische Signale - oder will sie einfach den geschlossenen Metall rüstungen aus dem Mittelalter ein offenes, zeitgemässes Gegenüber sein? Im Bewusstsein, dass wir die grellen Extreme zwar rational unterscheiden, uns aber immer im Graubereich dazwischen entscheiden, arbeitet der Künstler die Gegen sätze subtil
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«Geister, die ich rief» - Skulpturenausstellung in der Mörsburg
1. Mai – 27. September 2026
Stolz thront die Mörsburg über der A1 bei der Abfahrt Oberwinterthur; seit mehr als 8 Jahrhunderten bewacht der trutzige Hauptturm das nordöstliche Einfallstor nach Winterthur. Bereits beim Parkieren vor dem Schloss wird man vom «Grossen Wächter», einer stattlichen Holzskulptur von rund 2,5 m Höhe des Bildhauers Klemens Pasoldt, begrüsst. Vor der mächtigen Findlingswand des Hauptturms der Mörsburg macht sich die Skulptur geradezu klein und niedlich aus. Solche Gegen sätze und Ambivalenzen, denen jeder von uns im Alltag immer wieder ausgesetzt ist, bestimmen die Kunst von Klemens Pasoldt. Holz ist sein bevorzugtes Ausdruck material. Im Innern des Turmes gibt es zahlreiche weitere Beispiele, die im Dialog mit der mittelalterlichen Ausstattung oder anderen Skulpturen stehen. Brüllt die Skulptur «Hello?!» ihre Meinung laut in den Raum hinaus oder ist sie doch eher Empfangs station für ätherische Signale - oder will sie einfach den geschlossenen Metall rüstungen aus dem Mittelalter ein offenes, zeitgemässes Gegenüber sein? Im Bewusstsein, dass wir die grellen Extreme zwar rational unterscheiden, uns aber immer im Graubereich dazwischen entscheiden, arbeitet der Künstler die Gegen sätze subtil in Gestaltung und Werktiteln ein. Die Kunstwerke bieten sich als Reflexionsflächen zum Nachdenken über unsere alltäglichen Determinierungen an.
Eine spannende Kunstausstellung in den mittelalterlichen Gemäuern der Mörsburg bei Winterthur, die sich mit einem gastronomischen Ausflug in die Schlosshalde direkt neben der Burg verbinden lässt.
Vernissage & Eröffnung der Burgsaison: 1. Mai 2026; 14 - 17 h; Eintritt gratis
Ausstellungsdauer: 1. Mai - 27. September 2026
Öffnungszeiten: Mi - Sa 14 - 17 h; So 13 - 17 h
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