Ein Triokonzert, welches Worte und Klang verschmelzen lässt mit Werken von Kurtág, Hefti, Holliger, Wolf, Schubert und Clara Schumann
Ein sich perfekt ergänzendes Programm mit vielen Facetten, welches Worte und Klang verschmelzen lässt. Es entsteht ein Raum zwischen Musik und Sprache der nicht nur verstanden, sondern empfunden und erlebt wird. In Kurtágs Kafka Fragmenten zeigt sich die Sprache als tastende Bewegung, mit Witz und viel Ironie. In Hugo Wolfs Vertonungen einerseits Ausschnitte aus dem Italienischen Liederbuch, aus welchem jedes einzelne Lied eine eigene Geschichte erzählt und das erzählte stark in der Musik zu finden ist. Bei den Goethe und Mörike Liedern wird das Gedicht in Klang verwandelt und auch hier entsteht ein Dialog von Leidenschaft und Ironie. Auch Franz Schubert erschafft eine Welt in der Klang zur Erweiterung der Sprache wird. In Hirt auf dem Felsen begegnen sich Stimme, Violine (Klarinette) und Klavier wie drei Erzähler derselben inneren Bewegung. Einsamkeit, Aufbruch und Sehnsucht. Die Musik trägt was Worte alleine nicht halten könnten und lässt Empfindung in Zeit Hörbar werden. Die Perspektive verschiebt sich bei Heinz Holligers Morgenstern Liedern. Hier werden die Gedichte nicht nur vertont, sondern klanglich befragt. Sprache wird hier Material. Es
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Ein Triokonzert, welches Worte und Klang verschmelzen lässt mit Werken von Kurtág, Hefti, Holliger, Wolf, Schubert und Clara Schumann
Ein sich perfekt ergänzendes Programm mit vielen Facetten, welches Worte und Klang verschmelzen lässt. Es entsteht ein Raum zwischen Musik und Sprache der nicht nur verstanden, sondern empfunden und erlebt wird. In Kurtágs Kafka Fragmenten zeigt sich die Sprache als tastende Bewegung, mit Witz und viel Ironie. In Hugo Wolfs Vertonungen einerseits Ausschnitte aus dem Italienischen Liederbuch, aus welchem jedes einzelne Lied eine eigene Geschichte erzählt und das erzählte stark in der Musik zu finden ist. Bei den Goethe und Mörike Liedern wird das Gedicht in Klang verwandelt und auch hier entsteht ein Dialog von Leidenschaft und Ironie. Auch Franz Schubert erschafft eine Welt in der Klang zur Erweiterung der Sprache wird. In Hirt auf dem Felsen begegnen sich Stimme, Violine (Klarinette) und Klavier wie drei Erzähler derselben inneren Bewegung. Einsamkeit, Aufbruch und Sehnsucht. Die Musik trägt was Worte alleine nicht halten könnten und lässt Empfindung in Zeit Hörbar werden. Die Perspektive verschiebt sich bei Heinz Holligers Morgenstern Liedern. Hier werden die Gedichte nicht nur vertont, sondern klanglich befragt. Sprache wird hier Material. Es scheint wie ein akustisches Experiment zwischen Humor und metaphysischer Unruhe. Die Romanzen von Clara Schumann öffnen einen intimen Raum des Ausdrucks. Ohne Worte entfaltet sich eine lyrische Rede zwischen Klavier und Violine. Sie wird zur inneren Stimme.
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