Eine Fussreise durchs Oberdorf des 16. Jahrhunderts
Wo heute idyllische Plätzchen und verschlafene Gässchen liegen, lebten früher die verschiedensten Menschen auf engstem Raum nebeneinander. Nicht selten beklagten sie sich über üble Gerüche und laute Nachbarn. Einige Bewohnerinnen haben wir zu neuem Leben erweckt: eine Frau, die ihrem Ehemann ein Haus zu Leibgeding vermachte, und einen Kaplan, der sich nach der Reformation mit einer Nonne vermählte; eine reiche Bürgerin aus einer Tuchhändlerdynastie und eine Zürcherin, die ihren ersten Mann aus Liebe heiratete und den zweiten als Reformatorenwitwe überlebte, sowie mittelloseBeginen, die ihren Lebensunterhalt mit Weben und Betteln verdienten.