Ein Dorf im Norden Schottlands. Die naive Bess heiratet den Engländer Jan, der auf der Bohrinsel vor der Küste arbeitet. Obwohl Verbindungen mit Fremden in der calvinistischen Gemeinde nicht gern gesehen werden, billigt der Ältestenrat die Eheschliessung. Nach zwei Wochen Leben zu zweit muss Jan auf die Bohrinsel zurück. Doch Bess will nicht warten und betet für Jans schnelle Rückkehr. Als er kurz darauf durch einen Unfall schwer verletzt heimkehrt, gibt sie sich die Schuld daran. Als Jan sie zum Seitensprung auffordert, gehorcht sie in der Hoffnung, so wieder mit ihm vereint zu sein. So beginnt Bess' Martyrium – und das Wunder von Jans Heilung… Der uneingeschränkte Glaube an das Gute ist das zentrale Thema der so genannten "Trilogie der goldenen Herzen", zu der "Breaking the Waves", "Idioterne" und "Dancer in the Dark" zählen. Die Inspiration dazu fand Lars von Trier in einem seiner Kinderbücher, in dem sich ein Mädchen selbstlos für die anderen opfert. Dank der grossartigen SchauspielerInnen und der delirierenden Handkamera von Robby Müller schwört die melodramatische Passionsgeschichte jeglichem Pathos ab. "Breaking the Waves" gewann in Cannes die Goldene Palme und gilt vielen als Lars von Triers bestes Werk. "Ein Erdrutsch von Möglichkeiten für das Kino." Der Standard